Center for Advanced Studies LMU (CAS)
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Empathie

Das Thema Empathie hat in jüngerer Zeit eine unerreichte Aktualität erfahren. Gegenwärtig wird in vielen gesellschaftlichen Bereichen gefordert, Empathie zu einem Grundsatz politischen wie zwischenmenschlichen Handelns zu erheben. Sozialwissenschaftler erachten Empathie als wichtige soziale Ressource in einer Welt, die durch die Herausforderungen der Globalisierung, durch zunehmende Individualisierung sowie ein gefährdetes Ökosystem gekennzeichnet ist. Ökonomen wie Jeremy Rifkin (2009) schlagen vor, den US-Amerikanischen Mythos vom ‚American Dream‘ durch das neue Selbstbild einer ‚empathischen Zivilisation‘ zu ersetzen.

Der CAS-Schwerpunkt macht es sich zur Aufgabe, den Empathie-Begriff geisteswissenschaftlich zu schärfen und zugleich die Praktiken der Empathie, z.B. am Theater, stärker in den Blick zu nehmen. Wird Empathie in der Philosophie besonders in den Bereichen des Verstehens sowie der Moralphilosophie und Ethik diskutiert, so wird sie in theoretischer wie praktischer Perspektive in den Kunst- und Literaturwissenschaften auf den Ebenen der Produktion, Darstellung und Rezeption relevant. Kunst und Literatur kann nicht nur Praktiken der Empathie hervorrufen oder prägen, sie können diese auch reflektieren oder kritisch beleuchten.

Der Schwerpunkt verfolgt das Ziel, mit einem konzeptionell und historisch reflektierten Begriff der Empathie Gegenstände und Arbeitsweisen geisteswissenschaftlicher Disziplinen neu zu erschließen und die primär unter anthropologischen wie neurowissenschaftlichen Gesichtspunkten geführte Diskussion kultur- und geisteswissenschaftlich zu erweitern. Die Arbeit des Schwerpunkts soll zu einer geisteswissenschaftlichen Theoriebildung des Phänomens Empathie beitragen.

Sprecherin

Arbeitsgruppe

Fellows

  • Prof. Rae Langton, Ph.D. (University of Cambridge)
  • Dr. David Trippett (University of Cambridge)

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