Center for Advanced Studies LMU (CAS)
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Dr. Fabian Horn

Sommersemester 2022

Fabian Horn - PortraitFabian Horn ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Griechische und Lateinische Philologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er absolvierte zunächst ein Magister-Studium in Griechischer Philologie mit den Nebenfächern Lateinische Philologie und Alte Geschichte an der LMU und der University of St Andrews in Schottland und wurde 2013 mit einer Arbeit zu den Homerischen Epen, Held und Heldentum bei Homer: Das homerische Heldenkonzept und seine poetische Verwendung, an der LMU promoviert. Nach einem Postdoktorandenstipendium an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Projektarbeit am Exzellenzcluster 264 TOPOI: „The Formation and Transformation of Space and Knowledge in Ancient Civilizations“ in Forschergruppe C-2: „Space and Metaphor in Cognition, Language, and Texts“ in den Jahren 2013-2014 kehret er an die LMU zurück und setzte seine Arbeit zu Metaphern in altgriechischen Texten fort. Die Schwerpunkte seiner Forschungen sind die frühgriechische Dichtung, vor allem die Homerischen Epen, und hellenistische Dichtung, besonders Lykophrons Alexandra und weitere Rätseldichtungen, sowie Metaphertheorien und deren Anwendung auf antike Texte, über die er zahlreiche Beiträge in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht hat.

Sein Habilitationsprojekt „Figurative Language and Mental Infrastructure: Metaphor and Metonymy in Early Greek Literature“ verfolgt mit dem Vorhaben der Anwendung der kognitionswissenschaftlichen Theorie konzeptueller Metaphern (CMT) auf die erhaltenen Texte der frühgriechischen Dichtung mehrere Zielsetzungen: Nach der Erarbeitung der theoretischen Grundlagen und einer Methode für die Anwendung der Theorie auf eine antike Sprache sollen beispielhaft die abstrakten Sinnkomplexe Sprache/Denken, Emotionen, und Leben/Tod/Zeit in der frühgriechischen Dichtung betrachtet werden. Dabei soll die Analyse der Vorstellungen, die der Produktion individueller Metaphern zugrunde liegen, einerseits Einblicke in die mentale Infrastruktur und die Vorstellungswelt der Sprecher des Altgriechischen geben und andererseits einen Vergleich mit modernen Konzeptualisierungen (und damit eine Überprüfung der Ansprüche der Kognitionswissenschaft bezüglich Universalität und Kulturspezifität von Metaphern mit Bezug auf das Altgriechische) ermöglichen. Die Fertigstellung des Projekts ist im Rahmen des Aufenthalts am CAS vorgesehen.

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