Center for Advanced Studies LMU (CAS)
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Dr. Astrid Séville

Wintersemester 2018/19

Astrid Séville – PortraitAstrid Séville ist Akademische Rätin auf Zeit am Lehrstuhl für Politische Theorie des Geschwister-Scholl-Instituts für Politikwissenschaft an der LMU München. Sie studierte Politikwissenschaft, Romanistik und Historische Anthropologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und an der Université Denis Diderot Paris. 2015 wurde sie mit einer Arbeit zur politischen Rhetorik der Alternativlosigkeit promoviert, die 2016 mit dem Deutschen Studienpreis ausgezeichnet wurde.

In ihrem Habilitationsprojekt widmet sie sich der Provokation der liberalen Demokratie und erarbeitet eine Phänomenologie des Antipopulismus, denn kaum ein Begriff ist heute schillernder und umstrittener als der des Populismus. Er dient als diskreditierende Fremdzuschreibung und nötigt zu einer Profilierung liberaldemokratischer Prinzipien und demokratietheoretisch fundamentaler Konzepte. Das Projekt diskutiert folglich das Verhältnis von Demokratie und Populismus und untersucht, wie eine Selbstreflexion der politischen Kultur als eine liberaldemokratische artikuliert wird. Eine vergleichende Diskursanalyse westeuropäischer Debatten benennt hierbei Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede antipopulistischer Positionierungen und Strategien. Diese international vergleichende Phänomenologie des Antipopulismus bringt die heutigen Herausforderungen der liberalen Demokratie in theoretischer sowie politischer Hinsicht auf den Punkt.

Während ihrer Zeit als Junior Researcher in Residence am CAS wird Astrid Séville den politiktheoretischen und ideengeschichtlichen Hintergrund des Verhältnisses von Demokratie und Populismus aufarbeiten. Ebenso wird sie eine Diskursanalyse der gegenwärtigen Debatte um eine Auseinandersetzung mit populistischen Parteien durchführen. Zusammen mit dem Visiting Fellow Fabio Wolkenstein (Universität Aarhus) will sie die Frage nach der Rolle und Aufgabe von (trans-)nationaler Interessenartikulation in Europa bearbeiten. Schließlich thematisiert ein Workshop den Zusammenhang von Migration, Demokratie und Populismus in der Europäischen Union.

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