Center for Advanced Studies LMU (CAS)
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Hermann Müller: "Handling Visual Distraction"

Psychologie, LMU

Akademisches Jahr 2021/2022

Die Welt ist voller Reize, von denen jeweils nur ein Bruchteil relevant für unsere Ziele ist. Das menschliche Gehirn musste während seiner Evolution durchweg Distraktion bewältigen, so dass sich entsprechende adaptive Mechanismen entwickeln konnten. Allerdings intensiviert die moderne Gesellschaft die Anforderungen an diese Mechanismen durch eine immer größere Menge an aufmerksamkeitsheischenden Reizen. Das wirft eine Reihe von Fragen auf: Wie gut können Menschen solche Distraktionsquellen ignorieren, um auf ihre aktuellen Aufgaben konzentriert zu bleiben? Was sind die neuro-kognitiven Mechanismen, die einem effizienten Umgang mit Distraktoren zugrunde liegen? Inwiefern sind diese geschwächt bei für Distraktion anfälligen Individuen (z.B. Kindern, älteren Erwachsenen, bestimmten neurologischen/psychiatrischen Erkrankungen)? Die Antworten darauf haben enorme angewandte (inkl. gesellschaftliche) Bedeutung, wie für das sichere Design von innovativen technischen (z.B. erweiterte Realität-) Umgebungen.

Die CAS Research Group "Handling Visual Distraction" fokussiert auf grundlegende Mechanismen des Umgangs mit Distraktion, insbesondere auf zwei hochaktuelle Themen:

  1. die diversen (Kontroll-)Mechanismen zum Schutz unseres kognitiven Systems gegen Distraktion und deren Interaktion, sowie
  2. die Rolle von statistischem Lernen (d.h. dem automatischen Extrahieren und Nutzen von Regelmäßigkeiten im Auftreten von Störreizen in der Umwelt) zur Abschwächung von Distraktion.

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