Center for Advanced Studies LMU (CAS)
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Sommersemester 2012 – Peter Vogt

In Kooperation mit der UniGalerieLMU finden in den Räumlichkeiten des CAS wechselnde Kunstausstellungen statt.

Peter Vogt

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Die Ausstellung, die bis zum 31. Juli 2012 im CAS zu sehen sein wird, zeigt sehr unterschiedliche Werke aus dem Œuvre von Peter Vogt, angefangen vom frühen grafischen Werk über fotografische Malerei bis hin zum klassischen Stillleben.

Ausstellung – Drei Bildserien aus 40 Jahren

  1. Bildserie: Grafische Werke (1968-1976)
    In dieser Bildserie versucht Peter Vogt den räumlichen Eigenschaften von Tonverläufen nachzuspüren.
  2. Bildserie: Köpfe (1990-1992)
    Den Auftakt dieser Serie bilden Porträts, die mit Pastellfarbe auf Ölgrund gemalt sind. Die Fortsetzung dieser Serie sind frontal gemalte Glatzköpfe, die die Sehgewohnheiten des Betrachters herausfordern. Diese entindividualisierten Köpfe, die ohne Kopfhaar und Frisur abgebildet sind, lenken den Blick auf das Wesentliche, nämlich Mimik und Gestik.
  3. Bildserie: Blumen (1995-2001)
    Immer wieder greift Peter Vogt das Thema Blumen auf. Besonders hervorzuheben sind seine großformatigen Darstellungen einzelner Blüten. Gleichsam losgelöst schweben einzelne Blütenköpfe durch das Bild. Der Stiel der Blume ist hingegen nur zart angedeutet. Diese im Grunde fragmentarischen Arbeiten zelebrieren das "Unvollendete als künstlerische Aussage" (Susanne Thesing: Peter Vogt Werkverzeichnis 1989-2001).

    In einer weiteren Variante des Blumenmotivs kombiniert Peter Vogt zwei sehr unterschiedliche Materialien. Darstellungen von Blumen  oder einzelnen Blüten werden mit gefärbten oder bedruckten Stoffen, wie Filz oder Tapete kombiniert. "Gemalte Sinnlichkeit antwortet gleichsam haptischem Reiz" (Susanne Thesing: Peter Vogt Werkverzeichnis 1989-2001).

    In anderen Doppelbildern stellt er einem "Gemälde mit Blumenmotiv ein Foto mit einem Vasenmotiv gegenüber. [...]. Bei den Blumen fällt ins Auge, dass sie oft etwas Wildes, Ausbrechendes, manchmal Bedrängendes haben, dass sie ihren Rahmen sprengen, eine ganz eigenständige Vitalität präsentieren. Sie stehen für Leben, Sinnlichkeit, Schönheit und zugleich – vor allem im Verein mit dem urnenartigen Gefäß – für Vergänglichkeit und Verfall: die Morbidität des Schönen." (Uwe M. Schneede, Peter Vogt Werkverzeichnis 1989-2001).

Peter Vogt studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Jean Deyrolle und Reimer Jochims. Er lebte und arbeitete in München und Pitigliano, Italien.