Center for Advanced Studies LMU (CAS)
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Kunst am CAS – Vernissage mit Werken von Heinz Kreutz

Einführung: Prof. Dr. Christa Lichtenstern

21.10.2010 um 18:15 Uhr

"Es geht ihm nicht um Effekte. Es geht ihm um seine Ziele. Heinz Kreutz will die Farbe vom Zwang befreien, abbilden zu müssen, und sie als eigenständiges Ereignis zwischen Licht und Dunkelheit erfahrbar machen. Entkoppelt von den Gegenständen sucht sich die Farbe ihre Form, sagte er einmal. Eine Erkenntnis die unerschöpfliche Möglichkeiten zulässt." (Gert Heiland)

"Wer sich heute ernsthaft mir der Farbe befasst, hat es schwer: Farbe ist nicht gleich Farbe. Oftmals hemmungslos hingestrichen oder brutal kombiniert, scheint sie sich bei vielen malenden Zeitgenossen nur noch auf dem Schleudersitz der Emotionen zu befinden. Rhetorik ersetzt Selbstaussprache. Diese Fremdbestimmung der Farbe irritiert freilich nur denjenigen, der um ihre eigenwillige Sprache und Gesetzmäßigkeit der Farbenbeziehung untereinander weiß.
Einer der wenigen Maler, der heute aus einem solchen Wissen um Farbgesetze schöpft und es noch dazu intuitiv und 'spielend' handhaben kann, ist Heinz Kreutz. Bald ein halbes Jahrhundert arbeitet er sich an der Farbe ab - in selbst gewählter Einsamkeit, ohne Professur, ohne Schüler und seit langem ohne Bindung an eine tragende 'Richtung', die seine 'Zuordnung' erleichtern würde" (Christa Lichtenstern, in: Heinz Kreutz Sonnengesänge).

Einen Einblick in das Spätwerk von Heinz Kreutz geben 18 Arbeiten, die in den kommenden Monaten am CAS gezeigt werden.

Heinz Kreutz gründete zusammen mit Otto Greis, Karl Otto Götz und Bernhard Schultze 1952 die Künstlergruppe "Quadriga", deren Werke erstmals im Nachkriegsdeutschland den individuell differenzierten Zugang zum internationalen Informel eröffneten und damit den Anschluss der deutschen Malerei an die künstlerische Avantgarde wieder herstellten. Seither malt und zeichnet Heinz Kreutz immer dem Ziel der "Quadriga" gerecht werdend, die Farbe vom Zwang zu befreien, abbilden zu müssen, mit Aquarell-, Pastell- und Öltechniken" ungewöhnlich dynamische Ausdruckswert" (Christa Lichtenstern), die er gern in Serien oder mehrteiligen Bildkompositionen darstellt.

Christa Lichtenstern ist emeritierte Professorin für Kunstgeschichte an der Universität des Saarlandes.

Ort: CAS
Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Wenn Sie Interesse an unserer Veranstaltung haben, bitten wir Sie sich mit uns in Verbindung zu setzen: E-Mail.