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Ursprünge der Toleranzideen Sebastian Castellios. Frühe Begegnungen und Lektüren

Referentin: Prof. Dr. Barbara Mahlmann-Bauer | Moderation: Prof. Dr. Friedrich Vollhardt

29.01.2013 um 18:15 Uhr

Der französische Humanist Sebastian Castellio (1515-1563) vertrat für seine Zeit ungewöhnliche Vorstellungen über religiöse Toleranz und trat vehement gegen Religionsfanatismus ein. In ihrem Vortrag geht Barbara Mahlmann möglichen Begegnungen und Lektüren nach, die Castellio schon in seiner frühen Zeit in Straßburg und Basel beeinflusst haben könnten. Dazu zählen das missionstheoretische Hauptwerk Guillaume Postels, das bei dem Basler Drucker Johannes Oporin verlegt wurde, für den Castellio einige Zeit Korrektur- und Lektoratsarbeiten übernahm. Und schon in Straßburg, wo Castellio von 1539 bis 1541 bei Calvin arbeitete, dürfte er Anteil genommen haben an Calvins Entgegnung auf Jacopo Sadoletos Appell, die Genfer und er mögen zur römischen Kirche zurückkehren. Dies führt schließlich zu der Frage, ob es schon zu einer frühen Distanznahme kam, die Bedeutung auch für seine späteren Auseinandersetzungen mit Calvin gehabt hätte.

Barbara Mahlmann-Bauer ist Professorin für Neuere deutsche Literatur an der Universität Bern.

Ort: Vortragssaal des CAS
Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Wenn Sie Interesse an unserer Veranstaltung haben, bitten wir Sie sich mit uns in Verbindung zu setzen: E-Mail.