Center for Advanced Studies LMU (CAS)
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Vortrag von Prof. em. Dr. Pierre Legendre
"Reformatio totius orbis: Considérations sur l'universalisme du christianisme occidental"

Diskussionsleitung: Prof. Dr. Manfred Schneider (Bochum)

03.12.2009 um 18:15 Uhr

Pierre Legendre wird in seinem Vortrag die historischen Grundlagen und Grenzen des westlichen Universalismus untersuchen. Kann die westliche Welt, Erbin des römischen Rechts, die ganze Welt in sich schließen? Die geostrategischen Planungen eines absoluten Auges, das die ganze Welt vom All aus überwacht, lassen bereits die Maßlosigkeit des Unternehmens ahnen. Wie alle imperialen Träume, so Legendres These, trägt auch die von der euro-amerikanischen Kultur dominierte Globalisierung ihre eigene Überwindung in sich. Dass die Erde dem Westen gehört, ist ein Gerücht, denn das rational vorgehende Management hat den mythologischen Blick ebenso wenig beseitigt wie die Gebete ans Unendliche, die heiligen Texte oder die lebensnotwendigen Tabus. Für Legendre geht es daher wesentlich darum, den westlichen Fundamentalismus zurückzuweisen.

Pierre Legendre war bis 2005 Professor für mittelalterliche Rechtsgeschichte an der Universität Paris I - Sorbonne sowie der École pratique des hautes études (Sektion V, Religionswissenschaften) und zugleich Psychoanalytiker an der von Jacques Lacan gegründeten École freudienne. Er ist einer der einflussreichsten französischen Intellektuellen der Gegenwart. Zu seinen bekanntesten, auch ins Deutsche übersetzten Büchern zählt Das Verbrechen des Gefreiten Lortie.

Vortrag in französischer Sprache mit deutscher Übersetzung.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Forschungskolleg "Gegenwelten. Religiöse Ordnungsmodelle der säkularen Moderne".

Ort: Vortragssaal des CAS
Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Wenn Sie Interesse an unserer Veranstaltung haben, bitten wir Sie sich mit uns in Verbindung zu setzen: E-Mail.