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Unerhörte Kinder. Das Kind als Forschungsgegenstand in der Moderne

Ein Gespräch mit PD Dr. Karl Heinz Brisch (Leiter der Abteilung Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie im Dr. von Haunerschen Kinderspital), Prof. Dr. Burcu Dogramaci (Leiterin des Instituts für Kunstgeschichte an der LMU) und Prof. Dr. Miriam Gebhardt (Historikerin, Journalistin und Buchautorin). | Moderation: Dr. Werner Bartens (Süddeutsche Zeitung)

13.01.2015 um 18:15 Uhr

Die Sorge, Kinder zu verwöhnen oder Opfer ihres manipulativen Verhaltens zu werden, ist unter Eltern deutlich verbreiteter als die Angst davor, zu streng mit Kindern zu sein bzw. zu viele Erwartungen an sie zu richten. Neuere Untersuchungen aus der Bindungsforschung führen diesen erstaunlichen Befund auf ein Erziehungsideal zurück, das in wirkmächtigen Ratgebern seinen Ausdruck finde. Hier ist einerseits auf das Buch Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind von Johanna Haarer zu verweisen, das als eines der erfolgreichsten Publikationen zur Pädagogik im Dritten Reich noch bis in die 1980er Jahre Neuauflagen erleben sollte. Aber auch bis heute viel rezipierte Bestseller wie das Buch Jedes Kind kann schlafen lernen gehorchen diesem Ideal, dem eine spezifische Auffassung von Kindern als potentiellen Tyrannen zugrunde liegt. In dem Gespräch werden Vertreter verschiedener Disziplinen zu Wort kommen, die die wissenschaftlichen Grundlagen dieses Bildes und seine gesellschaftlichen Auswirkungen diskutieren.

Ort und Anmeldung

CAS, Seestraße 13, 80802 München
Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Wenn Sie Interesse an unserer Veranstaltung haben, bitten wir Sie sich mit uns in Verbindung zu setzen:
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