Center for Advanced Studies LMU (CAS)
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Modelle des Wandels. Funktionen, Semantiken, Praktiken in der Neuzeit

Neuere Ansätze von Globalgeschichte und transnationalen Studien haben den Nationalstaat als den prädestinierten Raum für kultur- und gesellschaftsbezogenen Studien obsolet erscheinen lassen. Zugleich sind auch die modernen Zeitkonzepte wie sie in der europäischen Sattelzeit hervorgebracht worden sind, fragwürdig geworden: An die Stelle von linearen und oft teleologischen Konzepten von Geschichtsverläufen ist das Verständnis der Parallelität verschiedener Zeitschichten getreten, die zum Teil von extrem langer Dauer sind (Anthropozän oder big histoy), zum Teil einen Augenblickscharakter haben.

Die Veränderungen der Zeit- und Raumkonzepte haben eine weitreichende Implikation für die Modellierbarkeit von Wandel. Dieser soll im CAS Schwerpunkt prononciert in seiner räumlichen Verortung diskutiert werden. Nicht nur die Globalisierungserfahrung, sondern auch die jüngere Transformationsforschung zeigen, wie wichtig es ist, nicht nur den Faktor Zeit als Veränderungsdimension vorauszusetzen, sondern Bewegungen durch Räume und Relationen innerhalb von Räumen ebenso mitzudenken. In dem Schwerpunkt soll es um eine Auseinandersetzung gehen, die von den area studies wesentliche Impulse erhält. Area Studies sind den Postulaten normativer Modellbildungen entgegengesetzt, indem sie auf der empirischen Vielfalt der globalen Realität bestehen. Sie leisten damit einen Beitrag zur Hinterfragung von wissenschaftlichen Grundannahmen, welche insbesondere die „westliche“ Welt aufgrund der Ausblendung anderer empirischer Befunde und Erfahrungen zur Norm erklärt haben.

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