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Politische und kulturelle Loyalitäten im modernen Ostmitteleuropa

Der Schwerpunkt "Politische und kulturelle Loyalitäten im modernen Ostmitteleuropa" will in interdisziplinärer Perspektive politische und kulturelle Ordnungen, Vergemeinschaftungen und Beziehungen unter dem Gesichtspunkt von "Loyalitäten" untersuchen. Die Gruppe arbeitet vor allem geschichtswissenschaftlich, dabei werden politik-, rechts- und kulturwissenschaftliche Perspektiven einbezogen. Eine begriffliche Schärfung des Konzepts "Loyalität" soll dazu beitragen, politische Kulturen der Gegenwart angemessen zu analysieren und verstehbar zu machen.

Loyalitätsbeziehungen können als eine strukturelle soziale Bedingung von Herrschaft gelten; sie spielen für die historische Untersuchung von Gemein-schaften in polyethnischen und multikonfessionellen Gesellschaften eine wichtige Rolle. Die Politikwissenschaft fragt nach Loyalitäten im modernen liberalen Staat, und in der Rechtswissenschaft wird der Begriff auch institutionell gewendet, wenn etwa für die zukünftige Verfassung der Europäischen Union das zwischen-staatliche Prinzip gegenseitiger Loyalität eingefordert wird. Diese Perspektiven-vielfalt ist zugleich ein methodisches Problem. Bislang fehlte ein systematischer Versuch, die unterschiedlichen Zugänge zu Fragen der Loyalität zu ordnen. Eine solche Systematisierung ist lohnend: Wie kaum ein anderes Konzept ermöglicht die Frage nach Loyalitäten, die Stabilität und den Wandel politischer Ordnungen in einer analytischen Gesamtschau zu erfassen. Der Schwerpunkt zu "Loyalitäten" soll für diese begriffliche Systematisierung einen interdisziplinären Gesprächsrahmen schaffen. Die verschiedenen Perspektiven des Loyalitätsbegriffs sollen in einem ersten Schritt am Beispiel der Region Ostmitteleuropa konkretisiert werden, um später auf andere Regionen übertragen zu werden.

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