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Physik des freien Willens

Anknüpfend an die gleichnamige CAS-Vortragsreihe "Die Physik des freien Willens", die aus der Perspektive unterschiedlicher Disziplinen, wie der Physik, der Biologie, der Psychologie usw., der Vereinbarkeit von wissenschaftlich fundiertem Determinismus mit der Annahme der Willensfreiheit nachgeht, befasst sich der CAS-Schwerpunkt mit dem Hintergrund der entsprechenden Debatte in der antiken Philosophie. Insbesondere geht es dabei um die Frage der Vereinbarkeit von physikalisch-physiologischen Erklärungen von Bewegungsabläufen von Lebewesen auf der einen mit ethischen Überzeugungen und intentionalen Handlungsbeschreibungen auf der anderen Seite. Im Mittelpunkt stehen dabei die deterministischen Positionen der vorplatonischen Philosophie – z.B. bei Empedokles –, die Aristotelische Handlungs- und Bewegungslehre sowie das Problem des Freien Willens in der Epikureischen Philosophie.

Ein besonderes Gewicht hat die Thematik der Aristotelischen Schrift De Motu Animalium, in welcher Aristoteles erstens die mechanisch-hydraulisch-thermodynamischen Vorbedingungen der Selbstbewegung von Lebewesen sowie zweitens die Wechselwirkung zwischen diesen physikalischen Bedingungen und Realisationsweisen mit den Vorstellungen, Begierden, Wünschen oder gar Entscheidungen der betroffenen behandelt. Im Rahmen des CAS-Schwerpunkts erfolgt auch die Ausrichtung des 19. Symposium Aristotelicum im Juli 2011, beim dem sich dreißig internationale Forscher mit der Schrift De Motu Animalium auseinandersetzen werden; eine wichtige Teilaufgabe des CAS-Schwerpunkts liegt daher in der Erarbeitung einer neuen kritischen Ausgabe dieser Schrift, die dem Symposium als Arbeitsgrundlage dienen kann.

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