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Methodologischer Kosmopolitismus

Die Sozialwissenschaften haben sich seit den 1990er Jahren für globale Transformationen und Kategorien geöffnet. Das "Globale" ist in den Sozialwissenschaften zum Zentrum eines neuen, selbstkritischen Diskurses geworden. Trotzdem sind ihre Theorien und Forschungsroutinen in den Beobachtungskategorien und Interpretationsmustern des Nationalen verhaftet. Sie folgen der impliziten Überzeugung, dass "moderne Gesellschaft" und "moderne Politik" nur als nationalstaatlich organisiert existieren können. Forschungsfragen wie auch politische und gesellschaftliche Fragen, die durch die zunehmende Inkongruenz der Grenzen aufgeworfen werden, können im Rahmen eines solchen "methodologischen Nationalismus" weder empirisch noch theoretisch angemessen beantwortet werden. Soziale Beziehungen und Symbole, welche diese Zuordnung von Staat und Territorium unterlaufen oder quervernetzen, fallen durch das Wahrnehmungsraster.

Der Schwerpunkt beschäftigt sich daher mit einer als notwendig erachteten "kosmopolitischen Wende" in der sozialwissenschaftlichen Forschung und Theoriebildung nicht nur in thematischer, sondern insbesondere auch in methodologischer Hinsicht. Eine Schlüsselfrage, die der methodologische Kosmopolitismus aufwirft, lautet: Welche Untersuchungseinheit wird der Gesellschaftstheorie und -forschung zugrunde gelegt? Oder genauer: Wie können Untersuchungseinheiten jenseits des methodologischen Nationalismus gefunden und fixiert werden, die es erlauben, Variationen kosmopolitischer Moderne komparativ zu analysieren?

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