Center for Advanced Studies LMU (CAS)
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Prof. Dr. Stephan Hartmann

"Scientific Reasoning and Argumentation": Prof. Dr. Stephan Hartmann, Dr. Benjamin Eva, Dr. Karolina Krzyżanowska, Marko Tešić, M.Sc., und Harry Waterstone (Philosophie)

Akademisches Jahr 2016/17

Stephan Hartmann wird am CAS gemeinsam mit vier Nachwuchswissenschaftler/innen folgende Fragestellungen des wissenschaftlichen Schließens und Argumentierens bearbeiten:

  1. Welche neuen Schließ- und Argumentations-Muster lassen sich in der gegenwärtigen Wissenschaft identifizieren?
  2. Wie lassen sich diese Schließ- und Argumentations-Muster rechtfertigen?
  3. Ist eine allgemeine normative Theorie des wissenschaftlichen Schließens und Argumentierens möglich?

Arbeitsgruppe

Zur Arbeitsgruppe von Stephan Hartmann während der Zeit im CAS gehören Dr. Benjamin Eva, Dr. Karolina Krzyżanowska, Marko Tešić, M.Sc., und Harry Waterstone:

  • Benjamin Evas Forschungen liegen an der Schnittstelle von Wissenschaftstheorie, formaler Epistemologie und philosophischer Logik. Zurzeit beschäftigt er sich einerseits damit, wie sich aus Fallstudien der zeitgenössischen Physik neue Formen des wissenschaftlichen Schließens ableiten und analysieren lassen. Andererseits untersucht er, wie sich Methoden der formalen Erkenntnistheorie und Logik anwenden lassen, um konzeptionelle Fragen der Erkenntnistheorie der Physik anzugehen (z.B. hinsichtlich des anthropischen Schließens, der Modell-Auswahl in der Kosmologie oder bzgl. der Rolle von sog. Spielzeug-Modellen bei der Begründung der Quantenmechanik).
  • Karolina Krzyżanowskas Hauptarbeitsfeld umfasst die Semantik und Pragmatik von indikativen Bedingungssätzen ("wenn A, dann B") und ihre Rolle im Bereich des wissenschaftlichen Schließens und Argumentierens. Sie wird besonders der Frage nachgehen, was genau Menschen lernen, wenn sie sich neue Bedingungssätze aneignen, und wie sie ihre Überzeugungen ändern, um neue Bedingungssätze in ihr Glaubenssystem einzupassen. Schließlich untersucht sie auch, welche Faktoren die Ergebnisse dieser Art zu lernen beeinflussen.
  • Marko Tešić beschäftigt sich mit sog. Schlüssen auf die beste Erklärung, die sowohl inner- als auch außerhalb der Wissenschaft weit verbreitet sind. Konkret geht es ihm um die Frage, wie dieses Schlussprinzip normativ begründet werden kann. Dazu verwendet er sowohl probabilistische als auch nicht-probabilistische Methoden und vergleicht den Schluss auf die beste Erklärung mit anderen Schluss-Schemata (wie z.B. dem sog. Keine-Alternativen Argument).
  • Harry Waterstone beschäftigt sich mit der Frage, wie die Erkenntnisse wissenschaftlicher Forschung kommuniziert werden. Wie unterscheidet sich etwa die Argumentation innerhalb einer wissenschaftlichen Gemeinschaft mit der Öffentlichkeit? Wann sind vereinfachte Argumentationen noch immer gute und überzeugende Argumentationen? Zur Beantwortung dieser Frage sollen probabilistische Methoden und Computer-Simulationen zum Einsatz kommen.

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