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Prof. Dr. Tobias Döring

Akademisches Jahr 2012/13

Tobias Döring, Professor für Englische Literaturwissenschaft an der LMU, beschäftigt sich im Jahr 2012/13 unter dem Titel "Crises in Shakespeare - Shakespeare in Crises" mit der Darstellung von Krisen im Werk Shakespeares und mit der Bedeutung, die Shakespeares Werk wiederum für die kulturelle Deutung von Krisenerfahrungen hat.

Politische und kulturelle Krisen, so Tobias Döring, werden auf der einen Seite erstaunlich oft mit dem Rekurs auf Shakespeare nicht allein bearbeitet oder bewältigt, sondern allererst darstellbar und formulierbar gemacht. Andererseits gestalten Shakespeares Dramen ihrerseits schon immer Krisenszenarien, die womöglich nicht nur ihrer zeitgenössischen Teilhabe an einer gesellschaftlichen Umbruchphase zuzuschreiben, sondern auch als Signatur ihrer spezifischen Modernität zu lesen sind. Als Leitmodell hierfür soll insbesondere untersucht werden, in welcher Weise Kriegs- und Untergangsszenarien wie der Zweite Weltkrieg und die deutsche Katastrophe durch Shakespeare-Produktionen kulturell verhandelbar gemacht werden, wie es Thomas Manns dämonischer Exilroman Doktor Faustus am Paradigma seiner Künstlerfigur durchspielt.

Zu Tobias Dörings Arbeitsgruppe gehören Elisa Leroy, die in ihrer Dissertation Shakespeares Dramen als Verhandlungen von Sprachkrisen deutet, und Johannes Ungelenk, der dem Motiv des Wetters in Shakespeares Dramen als Grenze von Ordnung nachgeht. Galena Hashhozheva ist der Arbeitsgruppe als Postdoktorandin mit einem Projekt, das Migration im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert als Figur einer Krise der Zugehörigkeit deutet, angeschlossen.

Als externer Gastwissenschaftler wird Prof. Ewan Fernie, Shakespeare-Spezialist an der University of Birmingham, sich für mehrere Arbeitsphasen in München aufhalten.

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