Center for Advanced Studies LMU (CAS)
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Prof. Dr. Christoph Knill

"A Complexity-Capacity Paradox? Why Constrained States Make Increasingly Complex Policies and How This Affects Democracy": Prof. Dr. Christoph Knill, Dr. Christian Adam, Dr. Steffen Hurka und Yves Steinebach, M.A. (Politikwissenschaft)

Akademisches Jahr 2016/17

Ausgangspunkt der Forschung, die Christoph Knill am CAS gemeinsam mit drei Nachwuchswissenschaftlern durchführen wird, ist die auf den ersten Blick paradoxe Entwicklung expandierender und zunehmend komplexer Politiken in modernen Demokratien, die mit gleichzeitig wachsenden Beschränkungen staatlicher Handlungsfähigkeit in vielen Politikbereichen einhergeht. Konkret stehen drei Untersuchungsfragen im Vordergrund:

  1. Ist der Eindruck einer zunehmenden Komplexität nationaler Politiken zutreffend und wie lassen sich solche Entwicklungen methodisch erfassen und erklären?
  2. Was sind die Folgen zunehmender Komplexität für die Qualität politischer Diskurse?
  3. Welche Auswirkungen zunehmender Komplexität ergeben sich auf die Umsetzung und die Zielerreichung politischer Programme (etwa im Hinblick auf Verbesserungen der Umweltqualität oder soziale Umverteilung)?

Arbeitsgruppe

Zur Arbeitsgruppe von Christoph Knill während der Zeit im CAS gehören Dr. Christian Adam, Dr. Steffen Hurka und Yves Steinebach, M.A.:

  • Christian Adam befasst sich mit den Auswirkungen der zunehmenden Komplexität von Politiken auf den politischen Diskurs. So erfordert diese Komplexität einerseits eine hohe deliberative Qualität politischen Diskurses, um Bürger "mitzunehmen" und ausreichend Legitimität für politische Entscheidungen zu schaffen. Andererseits macht es aber gerade diese Komplexität selbst immer schwerer, diese Aufgabe auch erfolgreich zu bewerkstelligen. Erschwerend hinzu kommt die medial geforderte Kürze von Debattenbeiträgen. Vor diesem Hintergrund geht Christian Adams Teilprojekt der Frage nach, inwiefern eine hohe bzw. schlechte Qualität politischen Diskurses die Akzeptanz komplexer politischer Entscheidungen, etwa in Form umfassender Reformen, überhaupt beeinflussen kann und unter welchen Bedingungen dies doch gelingen kann.
  • Steffen Hurka beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Policy-Komplexität im Bereich der Umwelt-, Sozial- und Moralpolitik konzeptualisieren, messen und damit systematisch vergleichen lässt. Basierend auf diesen Überlegungen zeichnet er Entwicklungslinien im internationalen Vergleich nach und untersucht unter Verwendung statistischer Verfahren, ob sich die beobachteten Muster zwischen verschiedenen Sektoren, sowie über Raum und Zeit unterscheiden und welche Faktoren diese Unterschiede erklären.
  • Yves Steinebach befasst sich mit den Auswirkungen zunehmender Komplexität auf die Fähigkeit von Regierungen, ihre politischen Ziele effektiv und effizient umzusetzen. Er wird im Zuge des CAS-Aufenthaltes seine Dissertation verfassen. Diese beschäftigt sich mit dem Einfluss kritischer Implementationskapazitäten auf die Wirksamkeit von Umweltregulierungen. Die Analyse basiert auf einem innovativen Datensatz der die Umweltregulierungen wie auch die Implementationsstrukturen und -kapazitäten von 16 Ländern über einen Zeitraum von 25 Jahren erfasst.

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