Center for Advanced Studies LMU (CAS)
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Dr. Daniela Stöppel

Wintersemester 2016/17

Daniela Stöppel ist Akademische Rätin am Institut für Kunstgeschichte der LMU. Sie hat in München Kunstgeschichte, Soziologie und Kommunikationswissenschaften studiert und wurde dort 2008 mit einer Arbeit über Visuelle Zeichensysteme der Avantgarden promoviert. Während des Promotionsstudiums war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt "Geschichte der Kunstgeschichte im Nationalsozialismus. Aufbau eines themenorientierten Forschungsnetzwerks" und von 2008 bis 2014 wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl Mittlere und Neuere Kunstgeschichte an der LMU. Ihre 2014 publizierte Doktorarbeit wurde mit dem Preis der Universitätsgesellschaft sowie mit dem "Forschungspreis für angewandte Kunst, Internationaler Nachwuchsförderpreis des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München für herausragende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Angewandten Kunst" ausgezeichnet. Als Stipendiatin des DAAD/MSH verbrachte sie 2015 mehrere Monate in Paris, um dort ihr nächstes Forschungsprojekt zum Werk des Malers Gustave Courbet im Kontext der Naturwissenschaften weiterzuführen. Ihre Schwerpunkte liegen auf der Kunst der europäischen Avantgarden, der Malereigeschichte vom 19. bis 21. Jahrhundert und in der Kunsthistoriographie.

Als Junior Researcher in Residence am CAS wird sich Daniela Stöppel vor allem mit ihrem aktuellen Forschungsprojekt "Gustave Courbet im Kontext der Naturwissenschaften" auseinandersetzen. Es gilt zum einen, das persönliche Netzwerk Courbets und seine Kontakte zu Medizinern, Geologen, Chemikern, Meteorologien, Botanikern und anderen Naturforschern zu rekonstruieren, und zum anderen zu untersuchen, inwiefern sich diese Kontakte in seinem künstlerischen Werk niedergeschlagen haben. Sie geht dabei von der Annahme aus, dass sich die großen weltanschaulichen und äußerst kontrovers diskutierten zeitgenössischen Fragen nach der Erdentstehung, der Beschaffenheit der Materie oder dem Ursprung des Lebens im Oeuvre Courbets nicht nur widerspiegeln, sondern dass auch der Begriff des Realismus im Kontext dieser Auseinandersetzung neu definiert werden muss. Ergänzend zu ihren Forschungen organisiert sie einen Workshop zum Verhältnis Kunst und Naturwissenschaften in der zweiten Hälfte 19. Jahrhunderts, der im März 2017 stattfinden wird.

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