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Bernhard Zangl: "Power Shifts and Institutional Change in International Institutions"

Politikwissenschaft, LMU

Akademisches Jahr 2018/2019

Internationale Machtverschiebungen schaffen Veränderungsdruck. Wenn Mächte wie China aufsteigen, während etablierte Mächte wie die USA absteigen, dann geraten auch internationale Institutionen unter Druck, sich den neuen Machtverhältnissen anzupassen. Die sich daraus ergebenden institutionellen Anpassungsprozesse sowie deren Erfolg bzw. Scheitern unterscheiden sich jedoch erheblich. Bernhard Zangls Forschungsprojekt untersucht, unter welchen Bedingungen welche Arten von Anpassungsprozessen auftreten und wann Versuche der institutionellen Anpassung an veränderte Machtverhältnisse erfolgreich sind bzw. scheitern. Auf Vorarbeiten des Antragstellers zurückgreifend, geht das Projekt der Vermutung nach, dass die Art des institutionellen Anpassungsprozesses von der Art der Machtverschiebung abhängt, die diesen antreibt. Je nachdem, ob die Machtverschiebung zu Gunsten revisionistischer oder reformistischer Staaten ausfällt und abhängig davon, ob diese neuen Großmächte sich auf „harte“, materielle oder (auch) „weiche“, ideelle Machtressourcen stützen können, wird der resultierende institutionelle Anpassungsprozess die Form von machtbasierten Verhandlungen, strategischer Kooptation oder strategischen Überzeugungsprozessen annehmen. Den verschiedenen Arten von Anpassungsprozessen lassen sich spezifische Bedingungen für den Erfolg bzw. das Scheitern institutioneller Anpassung zuordnen. Die „Machtverschiebungsthese“ als Ausgangspunkt nehmend will das Projekt eine „Theorie institutioneller Anpassung“ entwickeln, die durch Fallstudien zu institutioneller (Nicht-)Anpassung an internationale Machtverschiebungen geprüft wird.